WILLKOMMEN AN DER WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLICHEN FAKULTÄT DER UNIVERSITÄT BASEL

Prof. Dr. Manfred Bruhn

Basel, ist das nicht die Stadt mit der ältesten Universität der Schweiz? Die Universität Basel wurde 1460 gegründet. Unsere Disziplin ist zwar nicht ganz so alt, geht aber beachtlicherweise bis ins Jahr 1856 zurück, als die erste Professur für Nationalökonomie und Statistik geschaffen wurde. Nach längerer Vakanz gelang es 1864 Étienne Laspeyres auf diese Professur zu berufen. Étienne Laspeyres, der den berühmten Laspeyres-Preisindex entwickelte, etablierte das Fach an der Universität Basel nachhaltig.

Nachdem die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät lange Zeit in die Philosophisch-Historische Fakultät eingebettet war, fand im Jahre 1996 eine Abspaltung von dieser statt. Seit diesem Zeitpunkt wahrt die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Selbstständigkeit. Mit der Unabhängigkeit einher geht der Ausbau des Profils der Fakultät als Einrichtung, die in Forschung und Lehre eine Integration der beiden Disziplinen Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre vornimmt. Durch den Umzug der Fakultät in das Jacob Burckhardt-Haus 6 am Peter Merian-Weg in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof SBB Anfang 2009 sind erstmals sämtliche Abteilungen der Fakultät unter einem Dach angesiedelt. Dies fördert den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Abteilungen und dient zusätzlich der Profilschärfung der Fakultät.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät bietet ein breites und ausdifferenziertes Spektrum der Wirtschaftswissenschaften an. So forschen und lehren in den Abteilungen und Forschungsstellen 19 Professoren sowie rund 100 wissenschaftliche Mitarbeitende. Das Ziel ist es, weiterhin ein national und international anerkanntes Forschungszentrum der Wirtschaftswissenschaften zu bleiben sowie dieses weiter auszubauen. In dieser Hinsicht befindet sich die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät auf dem richtigen Weg. Durch verstärkte Publikations- und Vortragstätigkeiten in internationalen Fachzeitschriften bzw. auf internationalen Konferenzen wird die Voraussetzung für eine nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit der Fakultät geschaffen. Auch die hochkarätig besetzten Gastprofessuren zur Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft einerseits sowie der Summer School für Law, Economics and Public Policy andererseits leisten dabei einen wichtigen Beitrag.

Das Studium der Wirtschaftswissenschaften wurde 2003 auf das international gängige Bachelor-/Master-System umgestellt. Darüber hinaus wurden seit der Einführung des sog. Bologna-Systems zwei optimierte Studienordnungen für das Bachelor- und das Masterstudium erarbeitet und umgesetzt. Damit verbunden sind eine verstärkte fachliche und örtliche Mobilität, transparente Wahlmöglichkeiten im Studienaufbau, erweiterte fachübergreifende Ausbildungsangebote und internationale Kompatibilität. Derzeit zählt die Fakultät etwa 1'000 Hauptfachstudierende sowie rund 200 Nebenfachstudierende. Für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ist es sehr wichtig, jungen Menschen eine vielseitige und intensive Ausbildung anzubieten. Die eher überschaubare Studierendenzahl ist in diesem Zusammenhang als Vorteil anzusehen, erleichtert sie doch den persönlichen Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden. Das Ziel der Fakultät ist es, künftige Ökonominnen und Ökonomen und Führungskräfte auszubilden, die eine aktive und gestaltende Verantwortung in Unternehmen oder in Institutionen übernehmen möchten und für diese Aufgabe bestens gerüstet sind.

Liebe Studierende, Lehrende und Forschende, ich heisse Sie an unserer Fakultät herzlich willkommen und freue mich auf kreative und zukunftsweisende Ideen!

Prof. Dr. George Sheldon
Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel

Letzte Änderung: 03.08.2011