Pilotprojekt "Lehrevaluation" im Herbstsemester 2010

Im Auftrag des Rektorats startete im Juni 2010 das Projekt "Lehrevaluation". Ziel ist die Qualitätsweiterentwicklung und –sicherung der Lehre an der Universität Basel, u.a. im Hinblick auf das Quality Audit und ggf. die Akkreditierung im Jahr 2012/13.

Als Pilotprojekt startet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit der Lehrevaluation im Herbstsemester 2010. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Lehrevaluation auf die gesamte Universität ausgedehnt werden.

Bisherige Aktivitäten im Rahmen des Pilotprojekts

Im Sommer haben Workshops mit verschiedenen Gruppierungen (Studierende, Dozierende, Curriculumskommissionsmitglieder, Dekanats-/Studiendekanatsmitarbeitende) zur Analyse des bisherigen Evaluationsprozesses und Optimierungsmöglichkeiten stattgefunden.

Die Hauptdiskrepanz, welche durch die Projektgruppe unter der Leitung von Herrn Dr. Olivier Binet und Frau Dr. Christine Meyer festgestellt wurde, ist, dass die Studierenden einerseits das Gefühl haben, "die Lehrveranstaltungsevaluationsfragebögen für den Papierkorb auszufüllen" und dass ihre "Meinung nicht gefragt ist", während sich die Dozierenden andererseits grosse Mühe geben, auf die Evaluationsergebnisse einzugehen und sich grösseren Austausch mit den Studierenden wünschen.

Um die Kommunikationsschlaufen zu verbessern und auf weitere Optimierungswünsche einzugehen, werden in der Pilotphase in 13 Lehrveranstaltungen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät nachfolgende Instrumente auf ihre Eignung getestet:

  • Evaluationsfragebogen (neu gestaltet),

  • Evaluationsfeedbackgespräch und

  • Evaluationsfokusgruppe mit Studierendensprecherinnen bzw. -sprechern.

In diesem Zusammenhang werden in sechs der 13 ausgewählten Lehrveranstaltungen jeweils zwei freiwillige Studierende gesucht, die sich als Studierendensprecherinnen bzw. -sprecher zur Verfügung stellen. Die Dozierenden der entsprechenden Lehrveranstaltungen informieren die Studierenden in den nächsten Wochen über die genauen Abläufe.

Vorzüge der neuen Instrumente

  • Fragebogen:
    systemischere und theoretisch fundierte Erhebung massgeschneidert auf die Bedürfnisse der Gruppierungen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, veranstaltungsspezifischere Fragebögen, mehr und spezifischere offene Fragen, schnellerer Rücklauf

  • Feedbackgespräch:
    schlank und informell, Möglichkeit den Studierenden Rückmeldung zu geben, Möglichkeit von den Studierenden Präzisierungen einzuholen, Sichtbarmachung Ergebnisumgang der Dozierenden „es passiert was“, Signal „Studierende und ihre Rückmeldung werden ernst genommen“

  • Fokusgruppe:
    Möglichkeit für Studierende bei der Weiterentwicklung von Lehrveranstaltungen mitzuwirken, Möglichkeit von den Studierenden Präzisierungen einzuholen, Studierendensprecher als feste studentische Ansprechspersonen: Summative Rückmeldungen – repräsentativ und prägnant / Formative Rückmeldungen während des Semesters

Ausblick

Die Instrumente der Pilotevaluation werden Anfang 2011 evaluiert. Dazu werden die Studierenden, die Dozierenden und die Curriculumskommissionsmitglieder der Wirtschaftswissen¬schaftlichen Fakultät nach ihren Beurteilungen und Verbesserungsvorschläge zur Lehrveran¬staltungsevaluation befragt.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wird dann entscheiden, mit welchen Instrumenten in Zukunft die Evaluation der Lehrveranstaltungen durchgeführt werden soll.

04.10.2011