Prof. Dr. Stefan Felder, Prof. Dr. Günther Fink, Dr. Renate Strobl
Forschungsgegenstand
Die Schweizer Gesundheitspolitik ist in einer Kostendiskussion gefangen. Die Nutzenseite der Gesundheitsversorgung wird dagegen weitgehend ausgeblendet. Das Forschungsprojekt setzte hier an und will repräsentativ die Schweizer Bevölkerung zum Nutzen und Finanzierung der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) befragen.
Zielsetzung
Die umfangreiche Befragung wurde in mehreren Schritten zu Beginn der Förderperiode durchgeführt. Die Kosten beliefen sich auf 25‘320 Franken, davon 10‘810 Franken zulasten des Projektes. 14‘420 Franken wurden vom Bündnis für ein freiheitliches Gesundheitswesen übernommen. In einer Studie für das Bündnis haben wir die Befragungsergebnisse in Bezug auf Umfang der OKP und Erhöhung der Selbstbeteiligung dargestellt.
Realisierte Schritte
Die umfangreiche Befragung wurde in mehreren Schritten im Zeitraum September 2023 bis Januar 2024 durchgeführt. Die Kosten beliefen sich auf 25‘320 Franken. Davon 10‘810 Franken zulasten des Projektes. 14‘420 Franken wurden vom Bündnis für ein freiheitliches Gesundheitswesen übernommen. In einer Studie für das Bündnis haben wir die Befragungsergebnisse in Bezug auf Umfang der OKP und Erhöhung der Selbstbeteiligung dargestellt. Die Befragungen zur Zahlungsbereitschaft haben
wir für ein Working Paper ausgearbeitet, in dem der Zusammenhang zwischen Diskontierung und abnehmender Grenznutzen in der residualen Lebenserwartung adressiert wird. Gemäss den «stated preferences» liegt der Diskontsatz, mit dem der Nutzen einer Therapie, die die residuale Lebenserwartung erhöht, bei 3 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Zahlungsbereitschaft für ein zusätzliches Lebensjahr stark davon abhängt, wie hoch die Ausgangslebenserwartung ist und wie viele zusätzliche Jahre die neue Therapie verspricht.
Ergebnisse
Die Befragungen zur Zahlungsbereitschaft haben wir für ein Working Paper ausgearbeitet, in dem der Zusammenhang zwischen Diskontierung und abnehmender Grenznutzen in der residualen Lebenserwartung adressiert wird. Gemäss den «stated preferences» liegt der Diskontsatz, mit dem der Nutzen einer Therapie, die die residuale Lebenserwartung erhöht, bei 3 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Zahlungsbereitschaft für ein zusätzliches Lebensjahr stark davon abhängt, wie hoch die Ausgangslebenserwartung ist und wie viele zusätzliche Jahre die neue Therapie verspricht.
Publikationen
Felder, S., G. Fink und R. Strobl (2024), Value of a Statistical Life and Discounting in Health Decision Making: Evidence from Switzerland, Working paper.
Felder, S. und A. Eisner (2023). Reformansätze in der Grundversicherung (OKP): Nutzen-Kosten-Erwägungen, Studie im Auftrag des Bündnisses für ein freiheitliches Gesundheitswesen.
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