Prof. Dr. Conny Wunsch, Simon Kienast
Arbeitsmarktökonomie
Forschungsgegenstand
Das Projekt untersucht mit den Daten der Lohnstrukturerhebung, inwiefern
Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern durch geschlechterspezifische
Selektion in besser oder schlechter zahlende Firmen erklärt werden können,
und welche Lohnunterschiede verbleiben, wenn nur Frauen und Männer mit
vergleichbaren Charakteristika innerhalb derselben Firma verglichen werden.
Problemstellung
Unterschiedliche Produktivität kann dazu führen, dass verschiedene Firmen
für dieselben Jobs unterschiedliche Löhne zahlen. Die nationale Forschung zu
Geschlechterlohndifferenzialen in der Schweiz berücksichtigt momentan nicht,
dass Lohnunterschiede auch darauf zurückzuführen sein können, dass sich
Frauen und Männer in unterschiedlichem Ausmass in besser oder schlechter
zahlende Firmen selektieren. Die Auswertung der verpflichtenden Lohnanalysen
hat gezeigt, dass die firmenspezifischen Lohndifferenziale deutlich niedriger
ausfallen, als die nationalen Analysen vermuten lassen. Für andere Länder gibt
es Evidenz, dass geschlechterspezifische Selektion in Firmen, die unabhängig
vom Geschlecht höhere oder niedrigere Löhne zahlen, einen substanziellen Teil
des Geschlechterlohndifferenzials erklären und die verbleibenden nicht erklärten
Lohndifferenziale kleiner sind als ohne die Berücksichtigung dieser Selektion (siehe
z.B. Card et al. 2016).
Zielsetzung
Das Projekt hat drei Ziele. Erstens soll quantifiziert werden, welcher Anteil
des Lohnunterschieds zwischen Frauen und Männern durch Selektion in
unterschiedliche Firmen erklärt werden kann und welcher durch andere
beobachtbare Faktoren. Zweitens hat das Projekt zum Ziel, Heterogenitäten in den
verbleibenden nicht erklärten Lohndifferenzialen zwischen und innerhalb von
Firmen aufzudecken. Drittens wird untersucht, wie sich die Lohnungleichheit und
der Erklärungsgehalt beobachtbarer Faktoren über die Zeit verändert haben.
Bedeutung, Nutzen und Neuigkeitsgehalt des beantragten Projekts
Das Projekt wird erstens aufzeigen, ob Firmenselektion erklären kann, warum
firmenspezifische Lohndifferenziale in der Schweiz deutlich niedriger ausfallen,
als anhand der nationalen Analysen erwartbar ist. Zweitens wird das Projekt durch
umfangreiche Heterogenitätsanalysen mittels Machine Learning Informationen
darüber liefern, für welche Arten von Beschäftigten Firmenselektion die grösste
Rolle spielt und wo die verbleibenden nicht erklärten Lohnunterschiede am grössten
sind. Drittens wird das Projekt Aufschluss geben über zeitliche Veränderungen
der Bedeutung von Firmenselektion und der Grösse verbleibender nicht erklärter
Lohnunterschiede.
Bedeutung, Nutzen und Neuigkeitsgehalt des beantragten Projekts
Das Projekt wird erstens aufzeigen, ob Firmenselektion erklären kann, warum
firmenspezifische Lohndifferenziale in der Schweiz deutlich niedriger ausfallen,
als anhand der nationalen Analysen erwartbar ist. Zweitens wird das Projekt durch
umfangreiche Heterogenitätsanalysen mittels Machine Learning Informationen
darüber liefern, für welche Arten von Beschäftigten Firmenselektion die grösste
Rolle spielt und wo die verbleibenden nicht erklärten Lohnunterschiede am grössten
sind. Drittens wird das Projekt Aufschluss geben über zeitliche Veränderungen
der Bedeutung von Firmenselektion und der Grösse verbleibender nicht erklärter
Lohnunterschiede.
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